Eckrentner
Modellfall der gesetzlichen Rentenversicherung, der eine standardisierte Erwerbsbiografie mit Durchschnittsverdienst beschreibt.
Ein Eckrentner ist kein echter Rentner, sondern ein Rechenmodell der gesetzlichen Rentenversicherung. Gemeint ist eine Person, die über ein standardisiertes Erwerbsleben hinweg Beiträge auf Basis des durchschnittlichen Arbeitsentgelts gezahlt hat.
Der Begriff taucht vor allem beim Rentenniveau auf: Dort dient die Rente dieses Modellfalls als Vergleichsgröße zum durchschnittlichen Einkommen. Für die eigene Rentenprognose reicht der Eckrentner nicht aus, weil individuelle Erwerbsbiografie, Teilzeit, Auszeiten, Rentenbeginn und Abschläge anders ausfallen können.
Quelle: Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt das Rentenniveau als Systemkennzahl auf Basis einer Standardrente; siehe DRV-Fragen zum Rentenniveau.
Für die persönliche Einordnung sind die eigenen Rentenpunkte und die Rentenauskunft wichtiger als der Modellfall. Eine grobe Szenariorechnung zur möglichen Lücke zwischen erwarteter Rente und gewünschtem Alterseinkommen liefert der Rentenlücke-Rechner.