Glossar
Wichtige Finanz-Begriffe verständlich erklärt.
- Annuität
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Gleichbleibende regelmäßige Zahlung aus Zins- und Tilgungsanteil, mit der ein Darlehen zurückgezahlt wird.
Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rate über die Laufzeit konstant. Da mit jeder Zahlung die Restschuld sinkt, schrumpft der Zinsanteil der Rate, während der Tilgungsanteil wächst. Die meisten Raten- und Immobilienkredite in Deutschland sind Annuitätendarlehen. Die Grundfrage beantwortet die FAQ Was bedeutet Tilgung bei einem Kredit?. Rate, Zins- und Tilgungsanteil sowie Restschuld eines Annuitätendarlehens berechnet der Tilgungsrechner.
- Ausgabeaufschlag
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Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Kaufgebühr bei Fonds und unterscheidet sich von laufenden Kosten wie der TER.
Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Kauf bestimmter Fondsanteile anfallen kann. Er wird nicht jedes Jahr erneut berechnet, sondern gehört zu den Kaufkosten. Damit unterscheidet er sich von laufenden Kosten wie der Gesamtkostenquote, die den jährlichen Kostenanteil eines Fonds beschreibt.
Für die Einordnung reicht die Grundfrage: Geht es um Kosten beim Einstieg oder um Kosten während der Haltedauer? Der Ausgabeaufschlag betrifft den Einstieg. Laufende Fondskosten und Depotkosten wirken dagegen fortlaufend auf das Anlageergebnis. Wie solche Kosten zusammen die Rendite beeinflussen, erklärt die FAQ Wie stark schmälern Depotkosten und Fondsgebühren die Rendite?.
Dieser Glossar-Eintrag bewertet keine Fonds, Anbieter oder Vertriebswege. Er erklärt nur den Kostenbegriff, damit Preisangaben in Fondsunterlagen und FinanzTools-Texten leichter einzuordnen sind. Ob ein konkretes Produkt passt, lässt sich daraus allein nicht ableiten.
- Eckrentner
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Modellfall der gesetzlichen Rentenversicherung, der eine standardisierte Erwerbsbiografie mit Durchschnittsverdienst beschreibt.
Ein Eckrentner ist kein echter Rentner, sondern ein Rechenmodell der gesetzlichen Rentenversicherung. Gemeint ist eine Person, die über ein standardisiertes Erwerbsleben hinweg Beiträge auf Basis des durchschnittlichen Arbeitsentgelts gezahlt hat.
Der Begriff taucht vor allem beim Rentenniveau auf: Dort dient die Rente dieses Modellfalls als Vergleichsgröße zum durchschnittlichen Einkommen. Für die eigene Rentenprognose reicht der Eckrentner nicht aus, weil individuelle Erwerbsbiografie, Teilzeit, Auszeiten, Rentenbeginn und Abschläge anders ausfallen können.
Quelle: Die Deutsche Rentenversicherung beschreibt das Rentenniveau als Systemkennzahl auf Basis einer Standardrente; siehe DRV-Fragen zum Rentenniveau.
Für die persönliche Einordnung sind die eigenen Rentenpunkte und die Rentenauskunft wichtiger als der Modellfall. Eine grobe Szenariorechnung zur möglichen Lücke zwischen erwarteter Rente und gewünschtem Alterseinkommen liefert der Rentenlücke-Rechner.
Quellen
- Effektiver Jahreszins
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Jährliche Gesamtkosten eines Kredits in Prozent, inklusive der meisten Nebenkosten – die gesetzliche Vergleichsgröße.
Der effektive Jahreszins ist eine zentrale gesetzliche Vergleichsangabe: Er berücksichtigt neben dem Sollzins die nach § 16 PAngV einzubeziehenden Kosten und Zahlungszeitpunkte. Die Vorschrift nennt zugleich ausgeschlossene Kosten und Sonderfälle. Aus einem konkreten Ratenkreditangebot lässt sich der Effektivzins mit dem Effektivzinsrechner selbst ermitteln. Bei Baufinanzierungen mit Zinsbindung und Restschuld passt dieses Formular nicht immer; die Grenze erklärt die FAQ Kann ich den Effektivzins einer Baufinanzierung berechnen?.
Quellen
- Freistellungsauftrag
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Ein Freistellungsauftrag weist eine Bank an, Kapitalerträge bis zum genutzten Sparerpauschbetrag ohne Steuerabzug auszuzahlen.
Ein Freistellungsauftrag ist eine Anweisung an Bank oder Broker, Kapitalerträge bis zum genutzten Sparerpauschbetrag ohne automatischen Steuerabzug auszuzahlen. Er betrifft zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder andere Kapitalerträge, sofern die jeweilige Bank ihn berücksichtigen kann. Ohne passenden Auftrag kann ein Steuerabzug bereits bei der Auszahlung erfolgen.
Die Höhe des Sparerpauschbetrags und den Datenstand erklärt die FAQ Was ist der Sparerpauschbetrag?. Wie der Steuerabzug auf Kapitalerträge grundsätzlich einzuordnen ist, steht in Was ist die Abgeltungssteuer?. Der Sparplanrechner rechnet weiterhin brutto; ein Freistellungsauftrag wird dort nicht automatisch verrechnet.
Dieser Glossar-Eintrag nennt bewusst keine aktuellen Beträge und gibt keine Empfehlung zur Aufteilung auf mehrere Banken. Für individuelle Steuerfragen ist er keine Beratung. Die Detailfragen bleiben in den verlinkten FAQ, damit der Glossartext nicht zum Steuer-Ratgeber wird.
- Gesamtkostenquote
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Die Gesamtkostenquote (TER) zeigt laufende Fondskosten pro Jahr als Prozentwert des Fondsvermögens.
Die Gesamtkostenquote zeigt, welche laufenden Kosten ein Fonds pro Jahr im Verhältnis zum Fondsvermögen ausweist. Hauefig steht daneben die englische Abkürzung TER für Total Expense Ratio. Die Kennzahl hilft, Fondskosten überhaupt sichtbar zu machen: Sie sagt nicht, wie gut sich der Markt entwickelt, sondern welcher Kostenanteil laufend in der Fondsverwaltung berücksichtigt wird.
Für Anleger zählt die Gesamtkostenquote, weil Kosten die spätere Rendite mindern. Wie stark dieser Effekt über viele Jahre ausfallen kann, ordnet die FAQ Wie stark schmälern Depotkosten und Fondsgebühren die Rendite? ein. Dieser Glossar-Eintrag ersetzt keine Produktprüfung und nennt bewusst keine typischen Kostenbereiche.
Wichtig ist die Abgrenzung: Die Gesamtkostenquote beschreibt laufende Kosten. Ein Ausgabeaufschlag ist dagegen eine einmalige Kaufgebühr beim Erwerb bestimmter Fondsanteile. Beide Begriffe können in denselben Fondsunterlagen auftauchen, meinen aber unterschiedliche Kostenarten.
- Inflation
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Anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, durch den die Kaufkraft des Geldes sinkt.
Inflation wird in Deutschland über den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts gemessen. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig 2 % pro Jahr an. Für Sparer zählt der Realzins: die Rendite nach Abzug der Inflationsrate. Liegt er unter null, verliert Erspartes real an Wert. Wie du Kaufkraft konkret berechnest, zeigt der Ratgeber Kaufkraft verstehen und berechnen.
- Kapitalerhalt
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Entnahmestrategie, bei der die Entnahme an laufenden Erträgen ausgerichtet wird, damit der nominale Kapitalstock möglichst erhalten bleibt.
Kapitalerhalt bezeichnet eine Entnahmestrategie, bei der sich die Höhe der Entnahme an laufenden Erträgen orientiert, damit der nominale Kapitalstock möglichst erhalten bleibt statt planmäßig zu schrumpfen. Wer diesen Weg wählt, nimmt in Kauf, dass die Entnahme in schwächeren Ertragsjahren niedriger ausfallen kann. Das Gegenteil ist Kapitalverzehr: Dort darf der Kapitalstock über den gewählten Zeitraum planmäßig sinken und am Ende ganz oder überwiegend aufgebraucht sein.
Wie sich beide Strategien mit Startkapital, monatlicher Entnahme, Zeitraum und Renditeannahme konkret rechnen, zeigt der Ratgeber Entnahmeplan berechnen. Für die vorgelagerte Frage nach der Höhe des monatlichen Auszahlbedarfs im Ruhestand hilft der Rentenlücke-Rechner; der Begriff Rendite beschreibt dabei den Ertrag, an dem sich die Entnahme orientiert. Den Vergleichswert für nominalen Kapitalerhalt zeigt der Entnahmeplan-Rechner direkt als eigenständiges Ergebnis, ohne ihn als sichere Entnahmehöhe auszugeben.
- Kapitalverzehr
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Entnahmestrategie, bei der der Kapitalstock planmäßig sinkt und über den gewählten Zeitraum vollständig aufgebraucht werden darf.
Kapitalverzehr bezeichnet eine Entnahmestrategie, bei der ein vorhandener Kapitalstock über einen festgelegten Zeitraum planmäßig abschmilzt und am Ende der Auszahlphase ganz oder überwiegend aufgebraucht ist. Wer diesen Weg wählt, nimmt in Kauf, dass nicht nur Erträge, sondern auch die Substanz des Vermögens für laufende Auszahlungen verwendet wird. Das Gegenteil ist Kapitalerhalt: Dort orientiert sich die Entnahme an laufenden Erträgen, damit der nominale Kapitalstock möglichst bestehen bleibt.
Wie sich ein solches Szenario mit Startkapital, monatlicher Entnahme, Zeitraum und Renditeannahme konkret rechnet, zeigt der Ratgeber Entnahmeplan berechnen – mit den eigenen Zahlen lässt es sich direkt im Entnahmeplan-Rechner durchspielen. Für die vorgelagerte Frage nach der Höhe des monatlichen Auszahlbedarfs im Ruhestand hilft der Rentenlücke-Rechner.
- Nettodarlehensbetrag
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Der tatsächlich ausgezahlte Kreditbetrag nach Abzug einmaliger Kosten wie Bearbeitungsentgelt oder Disagio – Grundlage der Effektivzinsberechnung.
Der Nettodarlehensbetrag ist der Betrag, der nach Abzug einmaliger Kosten wie Bearbeitungsentgelt oder Disagio tatsächlich ausgezahlt wird. Er unterscheidet sich damit vom vereinbarten Nominalbetrag, den der Kreditvertrag als Kreditsumme nennt – dieser bleibt die vertraglich vereinbarte Grundlage vor Abzug der Kosten.
Diese Differenz ist mehr als eine Randnotiz: Sie bestimmt, mit welchem Kapital tatsächlich gerechnet wird, wenn Rate und Laufzeit den effektiven Jahreszins ergeben sollen. Je höher die einmaligen Kosten, desto stärker weicht der ausgezahlte vom vereinbarten Betrag ab. Im Effektivzinsrechner ist der Nettodarlehensbetrag deshalb eine der Eingaben.
Bei Darlehen mit Zinsbindung beschreibt der Nettodarlehensbetrag nur den ausgezahlten Startbetrag; Laufzeit, Zinsbindungsende und Restschuld müssen separat betrachtet werden.
Vom Sollzins ist der Nettodarlehensbetrag zu unterscheiden: Der Sollzins bezeichnet einen Zinssatz, der Nettodarlehensbetrag einen ausgezahlten Geldbetrag – beide Größen ergänzen sich, beschreiben aber Unterschiedliches.
- Prozentpunkt
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Ein Prozentpunkt ist die Differenz zweier Prozentwerte, kein relativer Anstieg – der Unterschied ist besonders bei Zins- und Kostenvergleichen wichtig.
Prozent gibt an, wie groß ein Anteil an einem Grundwert ist – etwa ein Rabatt bezogen auf den ursprünglichen Preis; wie du einen solchen Anteil selbst berechnest, zeigt die FAQ Wie berechnet man Prozente?. Ein Prozentpunkt beschreibt dagegen etwas anderes: die einfache Differenz zwischen zwei Prozentwerten, unabhängig davon, wie groß ihr relativer Abstand zueinander ausfällt. Wie stark der Unterschied zwischen beiden Sichtweisen ausfallen kann, zeigt das Ratgeber-Beispiel Zinssatz 3 % → 4 % im Abschnitt Prozentwert und Prozentpunkt verwechseln.
Die Verwechslung wirkt sich vor allem bei Zins- und Renditevergleichen aus. Ein Unterschied von einem Prozentpunkt beim effektiven Jahreszins klingt klein, kann sich bei längeren Laufzeiten aber deutlich in Euro niederschlagen, wie der Kreditrechner zeigt. Prüfe deshalb bei jeder Angabe, ob eine Zahl als Prozentsatz oder als Prozentpunkt gemeint ist, bevor du Angebote miteinander vergleichst. Dieser Eintrag nennt bewusst kein eigenes Rechenbeispiel und verweist stattdessen auf die durchgerechnete Herleitung im Ratgeber.
- Realrendite
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Realrendite ist die Rendite nach Abzug der Inflation und zeigt, wie sich die Kaufkraft einer Geldanlage verändert.
Realrendite ist die Rendite einer Geldanlage nach Berücksichtigung der Inflation. Sie unterscheidet sich von der nominalen Rendite: Nominal beschreibt den ausgewiesenen Ertrag in Euro oder Prozent, real beschreibt die Wirkung auf die Kaufkraft. Eine positive nominale Rendite bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass das Geld später mehr kaufen kann.
Der Begriff ist vor allem nützlich, wenn Anlageerträge und Inflation gemeinsam betrachtet werden. Der Inflationsrechner zeigt die Kaufkraftwirkung eines Betrags; die FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation? ordnet den Rechenweg für Steuer und Inflation ein.
Dieser Glossar-Eintrag bleibt bei der Begriffsabgrenzung. Er enthält keine Beispielrechnung, keine Steuerformel und keine Aussage dazu, welche Anlage eine bestimmte reale Rendite erwarten lässt. Für FinanzTools ist er vor allem ein Anker zwischen Rendite-, Steuer- und Kaufkrafttexten.
- Rendite
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Jährlicher Ertrag einer Geldanlage in Prozent des eingesetzten Kapitals, inklusive Kursgewinnen und Ausschüttungen.
Die Rendite fasst alle Erträge einer Anlage zusammen — Zinsen, Dividenden und Wertsteigerungen. Entscheidend für den Vergleich ist die Rendite pro Jahr nach Kosten. Real, also nach Abzug der Inflation, fällt sie niedriger aus als die nominale Rendite; die Rechenfrage erklärt die FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation?.
- Rentenniveau
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Verhältnis zwischen einer standardisierten gesetzlichen Rente und dem durchschnittlichen Einkommen von Beschäftigten.
Das Rentenniveau ist eine Verhältnisgröße: Es setzt eine standardisierte gesetzliche Rente ins Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen von Beschäftigten. Gemeint ist nicht die Rente einer konkreten Person, sondern ein Vergleichswert für das gesetzliche Rentensystem.
Für diese Standardrente wird mit einem Modellfall gerechnet, dem Eckrentner. Die zugrunde liegenden Ansprüche entstehen über Rentenpunkte, also über das Verhältnis des eigenen beitragspflichtigen Einkommens zum Durchschnittsentgelt.
Das Rentenniveau sagt deshalb nicht, wie hoch die eigene Rente später ausfällt. Wer weniger oder mehr verdient, Teilzeit arbeitet, Auszeiten hat oder früher in Rente geht, kann deutlich von diesem Modellwert abweichen. Für die persönliche Planung zählt eher die individuelle Rentenlücke: die Differenz zwischen erwarteter Rente und gewünschtem Alterseinkommen. Warum diese Lücke entstehen kann, erklärt der Ratgeber Wie entsteht eine Rentenlücke?; eine erste Szenariorechnung liefert der Rentenlücke-Rechner.
Quelle: Die Deutsche Rentenversicherung führt das Rentenniveau als eigene Systemkennzahl. Dieser Glossareintrag nennt bewusst keinen aktuellen Prozentwert; solche Werte brauchen einen klaren Datenstand und regelmäßige Prüfung.
Quellen
- Rentenpunkt
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Umgangssprachliche Bezeichnung für einen Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Ein Rentenpunkt ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung. Er zeigt, wie das eigene beitragspflichtige Einkommen in einem Kalenderjahr im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten steht.
Wer genau das Durchschnittsentgelt erreicht, erwirbt für dieses Jahr einen Entgeltpunkt; bei höherem oder niedrigerem Einkommen entstehen entsprechend mehr oder weniger Punkte. Die spätere gesetzliche Rente ergibt sich nicht aus den Rentenpunkten allein. In der Rentenformel werden die gesammelten Entgeltpunkte unter anderem mit Zugangsfaktor, Rentenartfaktor und aktuellem Rentenwert verrechnet. Feste Rentenwerte gehören deshalb nicht in diese Definition; sie brauchen immer einen aktuellen Datenstand und eine Primärquelle.
Quelle: Die Deutsche Rentenversicherung erklärt Entgeltpunkte als Bestandteil der Rentenformel; die gesetzliche Formel steht in § 64 SGB VI.
Der Begriff hängt eng mit dem Rentenniveau und dem Modell des Eckrentners zusammen. Die Formel selbst erklärt die FAQ Wie berechnet sich die gesetzliche Rente?.
Quellen
- Restschuld
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Restschuld ist der Teil eines Kredits, der nach bisherigen Zahlungen oder am Ende einer Zinsbindung noch offen ist.
Restschuld ist der Kreditbetrag, der nach bisherigen Zahlungen noch offen ist. Bei jeder regulären Rate sinkt sie um den Tilgungsanteil; der Zinsanteil wird weiterhin auf den offenen Betrag berechnet. Deshalb zeigt ein Tilgungsplan nicht nur Rate, Zins und Tilgung, sondern auch die verbleibende Schuld nach jedem Abschnitt. Deine eigene Restschuld nach einer bestimmten Zeit berechnet der Tilgungsrechner.
Der Begriff taucht häufig bei Krediten mit Zinsbindung auf. Am Ende der Bindung kann eine Restschuld bleiben, für die neue Konditionen vereinbart oder ein anderer Kredit genutzt wird. Ob sich das lohnt, gehört nicht in diesen Glossar-Eintrag; dafür verweisen die FAQ Wann lohnt sich eine Umschuldung? und der Ratgeber Umschuldung durchrechnen.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Restschuldversicherung: Sie ist ein eigenes Versicherungsprodukt. Dieser Eintrag beschreibt nur den offenen Kreditbetrag und seinen Zusammenhang mit dem Tilgungssatz.
- Sollzins
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Der Sollzins ist der reine Kreditzins ohne die meisten Nebenkosten und dient nicht allein als Vergleichsgröße.
Der Sollzins ist der reine Zinssatz, mit dem ein Kreditbetrag verzinst wird. Er beschreibt also den Preis für das geliehene Geld, bevor die meisten Nebenkosten in eine Vergleichsgröße einbezogen werden. In Kreditangeboten kann er als gebundener oder veränderlicher Sollzins auftauchen; für diesen Glossar-Eintrag zählt nur die Grundbedeutung als Kreditzins. Die konkrete Vertragsform bleibt dabei ausser Betracht.
Vom effektiven Jahreszins ist der Sollzins zu trennen. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzliche Kosten und den Zahlungszeitpunkt und eignet sich deshalb besser, wenn Angebote miteinander verglichen werden sollen. Die genaue Abgrenzung erklärt die FAQ Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?. Fehlt in einem Ratenkreditangebot der genaue Effektivzins, lässt er sich aus Rate, Laufzeit und Gebühren im Effektivzinsrechner berechnen. Bei Darlehen mit Zinsbindung und Restschuld führt der Tilgungsrechner weiter; warum der Effektivzinsrechner typische Baufinanzierungen nicht sauber abbildet, erklärt die FAQ Kann ich den Effektivzins einer Baufinanzierung berechnen?.
Im Kreditrechner ist der Zinssatz ein Eingabewert für die Rate. Zinsen fallen dabei auf die offene Restschuld an. Der Eintrag nennt bewusst keine aktuellen Zinssätze und bewertet keine Kreditangebote.
- Sparziel
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Ein Sparziel verbindet einen Zielbetrag mit einem Ansparzeitraum und einem konkreten Verwendungszweck, zum Beispiel Rücklage, Anschaffung oder Altersvorsorge.
Ein Sparziel beschreibt, wofür Geld zurückgelegt wird, welcher Zielbetrag erreicht werden soll und bis wann der Betrag verfügbar sein soll. Es macht eine Sparabsicht greifbar: Statt „mehr sparen” steht fest, ob es um 5.000 € für eine Anschaffung, Eigenkapital oder einen anderen Zweck geht. Ohne Verwendungszweck bleibt nur ein Betrag; ohne Zeitraum fehlt die Grundlage für die Monatsrate.
Die Sparquote beantwortet eine andere Frage: Wie viel vom Einkommen lässt sich dauerhaft zurücklegen? Ein Notgroschen ist meist eine flexible Rücklage für unerwartete Ausgaben. Eine Versorgungslücke betrifft dagegen den Ruhestand; dafür ist der Rentenlücke-Rechner der passendere Einstieg.
Wenn Zielbetrag und Zeitraum feststehen, lässt sich im Sparplanrechner die rechnerische Monatsrate ableiten.
- Tilgungssatz
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Der Tilgungssatz beschreibt, wie viel vom Darlehen anfangs pro Jahr zur Rückzahlung angesetzt wird.
Der Tilgungssatz beschreibt, welcher Anteil des Darlehens anfangs pro Jahr zur Rückzahlung angesetzt wird. Er ist eine Prozentgröße und wird vor allem bei Annuitätendarlehen verwendet, bei denen die Rate aus Zinsen und Tilgung besteht. Der Begriff steht deshalb am Anfang der Kreditplanung, nicht bei jeder einzelnen Monatsrate. Die allgemeine Frage zur Rückzahlung erklärt die FAQ Was bedeutet Tilgung bei einem Kredit?.
Der Tilgungssatz ist nicht dasselbe wie der laufende Tilgungsanteil einer Rate. Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rate meist gleich, während sich ihre Zusammensetzung verändert: Sinkt die Restschuld, fällt weniger Zins an und der Tilgungsanteil innerhalb derselben Rate steigt. Der anfängliche Tilgungssatz ist also der Startwert für diese Rückzahlungslogik.
Ein Tilgungsplan zeigt die Entwicklung über die Zeit. Wie sich ein gewählter Tilgungssatz auf Rate und Restschuld auswirkt, zeigt der Tilgungsrechner. Dieser Glossar-Eintrag nennt bewusst keine optimale Tilgungshöhe und ersetzt keine Kreditberatung.
- Zinsbindung
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Die Zinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins eines Kredits gilt – danach sind neue Konditionen nötig.
Die Zinsbindung, auch Sollzinsbindung oder Zinsbindungsfrist genannt, legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins für einen Kredit gilt. Während dieser Frist bleibt die Rate in ihrem Zinsanteil kalkulierbar, weil sich der Zinssatz nicht ändert - unabhängig davon, wie sich das allgemeine Zinsniveau am Markt entwickelt. Vom Sollzins selbst unterscheidet sich die Zinsbindung dadurch, dass sie nicht die Höhe des Zinses beschreibt, sondern nur den Zeitraum, für den diese Höhe zugesagt ist.
Nach Ablauf der Zinsbindung endet die Zinsgarantie, und für die dann noch offene Restschuld werden neue Konditionen fällig. Was in diesem Moment konkret zu tun ist, klärt die FAQ Was passiert am Ende der Zinsbindung?. Eine erste Einschätzung, wie hoch die Restschuld zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich ausfällt, liefert der Tilgungsrechner.
- Zinseszins
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Zinsen, die auf bereits gutgeschriebene Zinsen gezahlt werden – dadurch wächst Kapital exponentiell statt linear.
Beim Zinseszins werden fällige Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in der Folgeperiode mitverzinst. Über lange Zeiträume ist dieser Effekt der größte Hebel beim Vermögensaufbau — und bei Schulden die größte Gefahr. Die Entwicklung lässt sich mit der Formel
K × (1 + p/100)^nberechnen.Wie stark der Effekt über die Jahre wirkt, zeigt die FAQ Wie funktioniert der Zinseszinseffekt? an einem Beispiel; mit eigenen Werten rechnest du im Zinseszinsrechner.