Kapitalerhalt

Entnahmestrategie, bei der die Entnahme an laufenden Erträgen ausgerichtet wird, damit der nominale Kapitalstock möglichst erhalten bleibt.

Kapitalerhalt bezeichnet eine Entnahmestrategie, bei der sich die Höhe der Entnahme an laufenden Erträgen orientiert, damit der nominale Kapitalstock möglichst erhalten bleibt statt planmäßig zu schrumpfen. Wer diesen Weg wählt, nimmt in Kauf, dass die Entnahme in schwächeren Ertragsjahren niedriger ausfallen kann. Das Gegenteil ist Kapitalverzehr: Dort darf der Kapitalstock über den gewählten Zeitraum planmäßig sinken und am Ende ganz oder überwiegend aufgebraucht sein.

Wie sich beide Strategien mit Startkapital, monatlicher Entnahme, Zeitraum und Renditeannahme konkret rechnen, zeigt der Ratgeber Entnahmeplan berechnen. Für die vorgelagerte Frage nach der Höhe des monatlichen Auszahlbedarfs im Ruhestand hilft der Rentenlücke-Rechner; der Begriff Rendite beschreibt dabei den Ertrag, an dem sich die Entnahme orientiert. Den Vergleichswert für nominalen Kapitalerhalt zeigt der Entnahmeplan-Rechner direkt als eigenständiges Ergebnis, ohne ihn als sichere Entnahmehöhe auszugeben.