Was bedeutet unterjährige Verzinsung?
Unterjährige Verzinsung bedeutet, dass Zinsen nicht erst am Jahresende, sondern in kürzeren Abständen innerhalb des Jahres gutgeschrieben und ab diesem Zeitpunkt selbst mitverzinst werden.
Genau darin unterscheiden sich die beiden Rechner. Der Zinseszinsrechner verzinst jährlich: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz ÷ 100) ^ Jahre. Der Sparplanrechner verzinst dagegen monatlich – der Jahreszins wird durch 12 geteilt (r = Jahreszins ÷ 100 ÷ 12) und über die entsprechende Monatszahl angewendet (n = Jahre × 12).
Wie stark sich allein die Verzinsungsperiode auswirkt, zeigt ein Beispiel mit identischem Nominalzins: 10.000 € Startkapital, 4 % pro Jahr, 10 Jahre Laufzeit. Jährlich verzinst (Zinseszinsrechner-Formel) ergibt sich ein Endkapital von rund 14.802 €. Monatlich verzinst mit demselben Nominalzins – also 10.000 € × (1 + 0,04 ÷ 12)^120 – wächst das Kapital auf rund 14.908 €, rund 106 € mehr. Der Unterschied entsteht, weil bei monatlicher Verzinsung die einzelnen Zinsgutschriften früher ins Kapital einfließen und dadurch selbst schneller mitverzinst werden.
Für einen Einmalbetrag ohne laufende Einzahlungen ist deshalb der Zinseszinsrechner die richtige Wahl, für eine monatliche Sparrate der Sparplanrechner. Wie sich der reine Zinseszinseffekt bei jährlicher Verzinsung eines Einmalbetrags auswirkt, erklärt die FAQ Wie funktioniert der Zinseszinseffekt? – dort ohne Periodenvergleich.