Sparplanrechner

Berechne Endkapital oder benötigte Sparrate aus Zielbetrag, Laufzeit, Zinssatz und Startkapital – brutto vor Steuer und Kosten.

Angenommene jährliche Verzinsung bzw. Rendite, keine Prognose.
Endkapital24.609,05 €
Eingezahlt gesamt18.000,00 €
Zinsertrag6.609,05 €
  • Gerechnet wird mit monatlicher Einzahlung am Monatsende und monatlicher Verzinsung.
  • Steuern, Inflation sowie Depot- und Fondskosten sind nicht berücksichtigt.
  • Der Zinssatz ist eine angenommene Eingabe, keine Renditeprognose.

So funktioniert der Sparplanrechner

Der Rechner hat zwei Modi. Im Standardmodus zeigt er, welches Endkapital ein Sparplan erreicht, wenn du jeden Monat eine feste Sparrate einzahlst und das Guthaben mit einem Jahreszins verzinst wird. Optional kannst du ein Startkapital angeben, das von Anfang an mitverzinst wird.

Im Zielmodus gibst du stattdessen Zielbetrag, Laufzeit, Zinssatz und Startkapital vor. Der Rechner leitet daraus die rechnerisch benötigte Monatsrate ab. Dieser Modus passt zu konkreten Kapitalzielen wie Eigenkapital, Auto oder Renovierung; für Versorgungslücken im Ruhestand bleibt der Rentenlücke-Rechner der passendere Einstieg.

Die Formel

Gerechnet wird mit monatlicher Verzinsung (Jahreszins ÷ 12) und Einzahlung am Monatsende:

Endwert = Rate × ((1 + r)^n − 1) ÷ r

Dabei ist r der Monatszins und n die Anzahl der Monate. Im Zielmodus wird dieselbe Formel nach der monatlichen Rate aufgelöst:

Rate = offenes Ziel × r ÷ ((1 + r)^n − 1)

Bei 0 % Zins wird linear gerechnet: offenes Ziel ÷ Anzahl der Monate. Ein Sparplan mit 100 € monatlich bei angenommenen 4 % über 15 Jahre ergibt rund 24.600 € — eingezahlt wurden davon 18.000 €, gut 6.600 € sind Zinsertrag.

Monatsrate für ein Sparziel berechnen

Wenn du ein Sparziel hast, wählst du den Zielmodus und trägst Zielbetrag, vorhandenes Startkapital, Laufzeit und einen angenommenen Zinssatz ein. Beispiel als reine Modellrechnung: Für 30.000 € Zielbetrag, 5.000 € Startkapital, acht Jahre Laufzeit und angenommene 4 % pro Jahr ergibt sich eine benötigte Monatsrate von rund 205 €.

Die Zahl ist keine Garantie. Sie hängt vollständig an deinen Eingaben und an der Annahme, dass der Zinssatz über die ganze Laufzeit konstant bleibt. Ob die Rate zu Einnahmen, Fixkosten und Puffer passt, ist eine separate Budgetfrage: Der Ratgeber Haushaltsbudget planen sortiert diese Vorarbeit, die FAQ Wie viel sollte man monatlich sparen? ordnet Sparquoten ein.

Realistische Zinssätze wählen

Wähle den Zinssatz als Szenario, nicht als Prognose. Tagesgeld, Festgeld und Aktien-Indexfonds haben unterschiedliche Risiko- und Renditeprofile; die tatsächliche Entwicklung kann deutlich abweichen. Rechne konservativ und betrachte mehrere Varianten. Wie stark ein einmaliger Betrag wächst, zeigt der Zinseszinsrechner.

Wenn das Sparziel aus einer konkreten Versorgungslücke entsteht, etwa für den Ruhestand, rechnet der Rentenlücke-Rechner den Schritt umgekehrt: Er startet mit gewünschtem Alterseinkommen und erwarteter Rente und ermittelt daraus die rechnerisch nötige Monatsrate.

Die Gegenrichtung ist die Auszahlphase: Wie lange ein aufgebauter Kapitalstock bei monatlichen Entnahmen reicht, erklärt der Ratgeber Entnahmeplan berechnen – mit eigenem Kapital, Entnahme und Zeitraum rechnet das der Entnahmeplan-Rechner direkt durch.

Grenzen der Rechnung

Der Rechner unterstellt eine konstante Rendite und berücksichtigt weder Kapitalertragsteuer noch Fonds- oder Depotkosten. Ein Freistellungsauftrag beziehungsweise der Sparerpauschbetrag kann den tatsächlichen Steuerabzug beeinflussen, wird hier aber nicht automatisch verrechnet. Die reale Kaufkraft des Endkapitals hängt zusätzlich von der Teuerung ab — siehe Inflationsrechner; die FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation? rechnet Steuer und Inflation gemeinsam vor.

Quellen

Häufige Fragen

Wie viel sollte man monatlich sparen?

Die 50-30-20-Regel kann ein Startbeispiel sein: 50 % des Nettoeinkommens für Fixkosten, 30 % für Wünsche, 20 % fürs Sparen. Bei 2.500 € netto wären das als reine Modellrechnung 500 € im Monat.

Diese FAQ beantwortet die Budgetfrage: Wie viel kannst du dauerhaft zurücklegen? Wenn du dagegen wissen willst, welche Rate für einen festen Zielbetrag in einer bestimmten Laufzeit rechnerisch nötig ist, nutze den Zielmodus im Sparplanrechner.

Wenn du vorher Einnahmen, Fixkosten, Puffer, Sparrate und mögliche Kreditrate sortieren willst, führt der Ratgeber Haushaltsbudget planen durch diese Vorarbeit.

Wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit: Schon 100 € monatlich wachsen bei 4 % Verzinsung in 15 Jahren auf rund 24.600 € an. Beginne mit einem Betrag, den du dauerhaft durchhältst, und erhöhe die Rate bei Gehaltssteigerungen.

Für die Altersvorsorge reicht eine allgemeine Sparquote nicht immer aus. Wenn du ein gewünschtes Monatseinkommen im Ruhestand und deine erwartete gesetzliche Rente gegenüberstellen möchtest, nutzt du den Rentenlücke-Rechner.

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) entsteht, wenn du regelmäßig einen festen Betrag in schwankende Wertpapiere investierst: Bei niedrigen Kursen kaufst du automatisch mehr Anteile, bei hohen weniger.

Dadurch verteilt ein Sparplan die Käufe über verschiedene Zeitpunkte und nimmt die Entscheidung über einen einzelnen Einstiegszeitpunkt ab. Eine Renditegarantie oder generelle Risikosenkung ist das nicht: Bei fallenden Kursen entstehen Verluste, und gegenüber einer sofort investierten Einmalanlage kann das Ergebnis besser oder schlechter ausfallen. Mehr zur Methodenwahl liefert der Vergleich Sparplan oder Einmalanlage: Was passt zu dir?.

Was ist die Abgeltungssteuer und wie mindert sie Zinserträge?

Die Abgeltungssteuer ist die Einkommensteuer auf viele private Kapitalerträge in Deutschland, etwa Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne. Bei deutschen Banken wird sie in vielen Standardfällen als Kapitalertragsteuer direkt einbehalten.

Für die Nutzung des Zinseszinsrechners und des Sparplanrechners heißt das: Die Rechner zeigen Brutto-Werte vor Steuern. Wenn aus dem berechneten Zinsertrag tatsächlich Kapitalerträge zufließen, kann der Netto-Betrag niedriger sein. Ob und wie viel Steuer anfällt, hängt unter anderem vom genutzten Sparerpauschbetrag, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und deiner individuellen Steuersituation ab.

Stand 18. Juli 2026 nennt § 32d EStG für Einkünfte aus Kapitalvermögen einen besonderen Steuertarif von 25 %. § 43a EStG beschreibt für viele Kapitalerträge ebenfalls 25 % Kapitalertragsteuer. Das ist aber kein Netto-Rechner: Spezialfälle wie Investmentfonds, ausländische Quellensteuer, Verlustverrechnung oder Kirchensteuerdetails werden hier nicht berechnet.

FinanzTools ersetzt keine Steuerberatung. Die FAQ soll nur einordnen, warum eine nominale Rendite und ein Brutto-Rechnergebnis nicht automatisch deinem späteren Netto-Ertrag entsprechen. Wer Steuer und Inflation gemeinsam auf die Rendite umrechnen will, findet die Gesamtrechnung in der FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation?. Für die Besteuerung der gesetzlichen Rente selbst – ein anderer Steuertatbestand als Kapitalerträge – siehe die FAQ Wie wird die gesetzliche Rente versteuert?.

Was ist der Sparerpauschbetrag?

Der Sparerpauschbetrag ist ein pauschaler Freibetrag für private Kapitalerträge in Deutschland. Bis zu dieser Grenze werden zum Beispiel Zinsen oder bestimmte andere Kapitalerträge nicht mit Abgeltungssteuer belastet.

Stand 18. Juli 2026 nennt § 20 Abs. 9 EStG einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person. Für zusammen veranlagte Ehegatten gilt dort ein gemeinsamer Betrag von 2.000 €. Der Betrag wird nicht zusätzlich zu tatsächlichen Werbungskosten angesetzt; er ist die pauschale Regel für Kapitalerträge.

Mit einem Freistellungsauftrag teilst du einer Bank mit, bis zu welchem Betrag sie Kapitalerträge ohne Kapitalertragsteuer-Abzug auszahlen soll. Wenn du mehrere Banken nutzt, kann der Betrag verteilt werden. Diese FAQ gibt dafür keine individuelle Empfehlung, weil die passende Aufteilung von deinen Konten, Depots und Erträgen abhängt.

Der Sparplanrechner und der Zinseszinsrechner rechnen weiterhin brutto. Ein noch freier Sparerpauschbetrag kann dein reales Netto-Ergebnis verbessern, wird aber nicht automatisch im Rechner abgezogen oder optimiert. Für den Steuerabzug auf Kapitalerträge passt als Anschlussfrage die FAQ Was ist die Abgeltungssteuer?. Der Ratgeber Sparplan anlegen hilft bei der Sparplan-Grundstruktur. Wer Steuer und Inflation gemeinsam auf die Rendite umrechnen will, findet die Gesamtrechnung in der FAQ Wie berechnet man die Rendite nach Steuern und Inflation?.

Was bedeutet unterjährige Verzinsung?

Unterjährige Verzinsung bedeutet, dass Zinsen nicht erst am Jahresende, sondern in kürzeren Abständen innerhalb des Jahres gutgeschrieben und ab diesem Zeitpunkt selbst mitverzinst werden.

Genau darin unterscheiden sich die beiden Rechner. Der Zinseszinsrechner verzinst jährlich: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz ÷ 100) ^ Jahre. Der Sparplanrechner verzinst dagegen monatlich – der Jahreszins wird durch 12 geteilt (r = Jahreszins ÷ 100 ÷ 12) und über die entsprechende Monatszahl angewendet (n = Jahre × 12).

Wie stark sich allein die Verzinsungsperiode auswirkt, zeigt ein Beispiel mit identischem Nominalzins: 10.000 € Startkapital, 4 % pro Jahr, 10 Jahre Laufzeit. Jährlich verzinst (Zinseszinsrechner-Formel) ergibt sich ein Endkapital von rund 14.802 €. Monatlich verzinst mit demselben Nominalzins – also 10.000 € × (1 + 0,04 ÷ 12)^120 – wächst das Kapital auf rund 14.908 €, rund 106 € mehr. Der Unterschied entsteht, weil bei monatlicher Verzinsung die einzelnen Zinsgutschriften früher ins Kapital einfließen und dadurch selbst schneller mitverzinst werden.

Für einen Einmalbetrag ohne laufende Einzahlungen ist deshalb der Zinseszinsrechner die richtige Wahl, für eine monatliche Sparrate der Sparplanrechner. Wie sich der reine Zinseszinseffekt bei jährlicher Verzinsung eines Einmalbetrags auswirkt, erklärt die FAQ Wie funktioniert der Zinseszinseffekt? – dort ohne Periodenvergleich.

Wann nehme ich den Sparplan- und wann den Zinseszinsrechner?

Für einen Einmalbetrag ohne weitere Einzahlungen ist der Zinseszinsrechner richtig, für laufende Einzahlungen der Sparplanrechner. Der Sparplanrechner passt auch, wenn du einen Zielbetrag vorgibst und daraus die rechnerisch nötige Monatsrate ableiten willst.

Der Unterschied liegt an den Eingabefeldern: Der Zinseszinsrechner kennt nur ein Startkapital, das über die Laufzeit wächst, aber keine laufende Sparrate. Der Sparplanrechner führt die monatliche Rate als Pflichtfeld, das Startkapital dagegen nur optional mit – er deckt damit auch den Fall ab, in dem bereits etwas angespart ist und zusätzlich regelmäßig eingezahlt wird.

Genau dieser Kombinationsfall macht den Sparplanrechner zur allgemeineren Rechnung: Trägst du sowohl ein Startkapital als auch eine laufende Rate ein, verzinst er beide Beträge gemeinsam bis zum Laufzeitende. Der Zinseszinsrechner kann die laufende Rate gar nicht abbilden – reine Einmalanlagen sind dort aber übersichtlicher dargestellt.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Verzinsung selbst: Die beiden Rechner rechnen nicht in denselben Zeitabständen, was bei einem direkten Vergleich zweier Varianten zu leicht abweichenden Endkapitalien führt – näher erklärt in der FAQ Was bedeutet unterjährige Verzinsung?. Steht die Wahl fest und passt der Sparplanrechner, hilft für die passende Höhe der Rate die FAQ Wie viel sollte man monatlich sparen?. Wer sich für einen Sparplan entscheidet, findet die nächsten Schritte im Ratgeber Sparplan anlegen – so geht’s.

Was passiert, wenn ich einen Sparplan pausiere?

Wenn du deinen Sparplan pausierst, fließt für diese Zeit keine neue Rate mehr, aber dein bereits angespartes Kapital verzinst sich unverändert weiter – im Sparplanrechner selbst gibt es dafür allerdings kein eigenes Pause-Feld.

Die Auswirkung lässt sich trotzdem in zwei Rechendurchläufen näherungsweise nachbilden. Im ersten Durchlauf rechnest du die Phase vor der Pause ganz normal mit Sparrate, Zinssatz und Laufzeit bis zum Pausenbeginn und notierst das ausgewiesene Endkapital. Dieses Endkapital trägst du im zweiten Durchlauf als Startkapital ein und setzt die monatliche Sparrate für die Dauer der Pause auf 0. Das funktioniert, weil der Rechner bei einer Rate von 0 nur noch das Startkapital über die Pausenmonate verzinst – mit derselben monatlichen Verzinsung, wie sie die FAQ Was bedeutet unterjährige Verzinsung? beschreibt, nicht mit der jährlichen Verzinsung des Zinseszinsrechners. Soll danach die Sparrate wieder laufen, folgt optional ein dritter Durchlauf: neues Startkapital aus Durchlauf zwei, wieder aktive Rate, restliche Laufzeit.

So lässt sich jede beliebige Pausenlänge Schritt für Schritt im Sparplanrechner abbilden, auch ohne eigenes Formularfeld dafür. Wer die einzelnen Schritte plant, findet im Ratgeber Sparplan anlegen – so geht’s unter „Jährlich kurz prüfen” den passenden Anknüpfungspunkt für Ratenänderungen.

Warum weichen Rechnerergebnisse von Bankangaben ab?

Rechnerergebnisse weichen von Bankangaben ab, weil der Zinseszinsrechner und der Sparplanrechner mit einem einzigen, über die gesamte Laufzeit konstanten Zinssatz rechnen, während reale Bankzinsen und Marktrenditen sich laufend ändern.

Der Zinseszinsrechner und der Sparplanrechner nehmen genau einen Prozentsatz entgegen und wenden ihn unverändert auf jedes Jahr beziehungsweise jeden Monat der Laufzeit an. Eine Bank oder ein Depot erlebt über zehn, zwanzig oder dreißig Jahre dagegen fast immer wechselnde Leitzinsen, Marktphasen und – bei Fonds oder Aktien – schwankende Kurse. Das Rechnerergebnis ist damit ein Modellwert für einen angenommenen Durchschnittszins, keine Prognose für einen bestimmten Bankvertrag oder ein bestimmtes Depot.

Hinzu kommt die Zinsmethode: Der Zinseszinsrechner schreibt Zinsen einmal jährlich gut, der Sparplanrechner monatlich. Manche Banken verzinsen dagegen taggenau oder buchen Zinsen erst zum Jahresende, statt sie laufend zum wachsenden Kapital zu addieren. Schon diese unterschiedlichen Rundungs- und Gutschriftregeln erklären kleinere Abweichungen, selbst bei identischem Nominalzins.

Zwei weitere Effekte kommen in der Praxis hinzu, hier nur benannt statt erneut erklärt: Die Rechner zeigen Brutto-Werte vor der Abgeltungssteuer. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben Depotkosten und Fondsgebühren. Wie sich die unterschiedliche Verzinsung von Zinseszins- und Sparplanrechner untereinander auswirkt statt gegenüber der Realität, erklärt die FAQ Was bedeutet unterjährige Verzinsung?.