Wie stark erhöht eine Bearbeitungsgebühr den Effektivzins?
Eine Bearbeitungsgebühr senkt den tatsächlich ausgezahlten Kreditbetrag, während die vereinbarte Rate unverändert bleibt – dadurch steigt der effektive Jahreszins gegenüber dem reinen Sollzins.
Ein Rechenbeispiel zeigt das Ausmaß: Bei 10.000 € Nominalbetrag und 200 € Bearbeitungsentgelt werden nur 9.800 € ausgezahlt. Bei 300 € Rate im Monat und drei Jahren Laufzeit liegt der reine Sollzins ohne Gebühr bei rund 5,06 % p. a., der effektive Jahreszins mit der Gebühr bei rund 6,42 % p. a. – ein Unterschied von etwa 1,4 Prozentpunkten allein durch die 200 €. Die Werte sind eine Beispielrechnung, kein reales Angebot.
Warum die Bank oft einen etwas anderen Wert nennt: Schon bei denselben Eckdaten weichen exakte Zahlungstermine, eine Restschuldversicherung oder Rundung den tatsächlichen Wert leicht ab – die Gründe erklärt der Effektivzinsrechner im Detail.
Mit den eigenen Zahlen aus einem konkreten Angebot lässt sich der Effekt direkt im Effektivzinsrechner nachrechnen.