Sollzins

Der Sollzins ist der reine Kreditzins ohne die meisten Nebenkosten und dient nicht allein als Vergleichsgröße.

Der Sollzins ist der reine Zinssatz, mit dem ein Kreditbetrag verzinst wird. Er beschreibt also den Preis für das geliehene Geld, bevor die meisten Nebenkosten in eine Vergleichsgröße einbezogen werden. In Kreditangeboten kann er als gebundener oder veränderlicher Sollzins auftauchen; für diesen Glossar-Eintrag zählt nur die Grundbedeutung als Kreditzins. Die konkrete Vertragsform bleibt dabei ausser Betracht.

Vom effektiven Jahreszins ist der Sollzins zu trennen. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzliche Kosten und den Zahlungszeitpunkt und eignet sich deshalb besser, wenn Angebote miteinander verglichen werden sollen. Die genaue Abgrenzung erklärt die FAQ Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?. Fehlt in einem Ratenkreditangebot der genaue Effektivzins, lässt er sich aus Rate, Laufzeit und Gebühren im Effektivzinsrechner berechnen. Bei Darlehen mit Zinsbindung und Restschuld führt der Tilgungsrechner weiter; warum der Effektivzinsrechner typische Baufinanzierungen nicht sauber abbildet, erklärt die FAQ Kann ich den Effektivzins einer Baufinanzierung berechnen?.

Im Kreditrechner ist der Zinssatz ein Eingabewert für die Rate. Zinsen fallen dabei auf die offene Restschuld an. Der Eintrag nennt bewusst keine aktuellen Zinssätze und bewertet keine Kreditangebote.