Wann nehme ich den Sparplan- und wann den Zinseszinsrechner?

Für einen Einmalbetrag ohne weitere Einzahlungen ist der Zinseszinsrechner richtig, für laufende Einzahlungen der Sparplanrechner. Der Sparplanrechner passt auch, wenn du einen Zielbetrag vorgibst und daraus die rechnerisch nötige Monatsrate ableiten willst.

Der Unterschied liegt an den Eingabefeldern: Der Zinseszinsrechner kennt nur ein Startkapital, das über die Laufzeit wächst, aber keine laufende Sparrate. Der Sparplanrechner führt die monatliche Rate als Pflichtfeld, das Startkapital dagegen nur optional mit – er deckt damit auch den Fall ab, in dem bereits etwas angespart ist und zusätzlich regelmäßig eingezahlt wird.

Genau dieser Kombinationsfall macht den Sparplanrechner zur allgemeineren Rechnung: Trägst du sowohl ein Startkapital als auch eine laufende Rate ein, verzinst er beide Beträge gemeinsam bis zum Laufzeitende. Der Zinseszinsrechner kann die laufende Rate gar nicht abbilden – reine Einmalanlagen sind dort aber übersichtlicher dargestellt.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Verzinsung selbst: Die beiden Rechner rechnen nicht in denselben Zeitabständen, was bei einem direkten Vergleich zweier Varianten zu leicht abweichenden Endkapitalien führt – näher erklärt in der FAQ Was bedeutet unterjährige Verzinsung?. Steht die Wahl fest und passt der Sparplanrechner, hilft für die passende Höhe der Rate die FAQ Wie viel sollte man monatlich sparen?. Wer sich für einen Sparplan entscheidet, findet die nächsten Schritte im Ratgeber Sparplan anlegen – so geht’s.