Was passiert am Ende der Zinsbindung?

Am Ende der Zinsbindung läuft der vereinbarte Festzins aus, und für die dann noch offene Restschuld brauchst du neue Konditionen. Die Zinsbindung, auch Sollzinsbindung genannt, legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins für einen Kredit gilt. Nach Ablauf dieser Frist endet die Zinsgarantie; wie es danach weitergeht, hängt vom Vertrag und von einer neuen Vereinbarung mit der Bank ab. Was eine Zinsbindung genau ist, erklärt das Glossar Zinsbindung; die Restschuld an ihrem Ende lässt sich im Tilgungsrechner abschätzen.

Die Restschuld muss danach weiter finanziert oder zurückgezahlt werden. Praktisch kommen vor allem eine Anschlussfinanzierung bei derselben Bank, eine Ablösung durch einen Kredit bei einem anderen Anbieter oder eine Rückzahlung aus Eigenmitteln in Betracht. Ohne neue Vereinbarung solltest du die vertraglichen Kündigungs- und Weiterführungsregeln prüfen, statt automatisch von unveränderten Konditionen auszugehen.

Bei Immobilienkrediten ist dieser Zeitpunkt besonders wichtig, weil oft hohe Restschulden über lange Zeiträume offen sind. Ob sich ein aktiver Wechsel des Kreditgebers lohnt, klärt die FAQ Wann lohnt sich eine Umschuldung?. Wer die Restschuld schon vor Ablauf der Zinsbindung senken will, findet in der FAQ Was ist eine Sondertilgung und wie wirkt sie? die passende Abgrenzung.

Rechtlicher Quellenhinweis, Stand 2026-07-29: Für Darlehen mit gebundenem Sollzinssatz ist § 489 BGB zum ordentlichen Kündigungsrecht relevant. Bei Verbraucherdarlehen behandeln § 500 BGB und § 502 BGB vorzeitige Rückzahlung und mögliche Vorfälligkeitsentschädigung; die Verbraucherzentrale ordnet Kreditnehmerrechte nutzernah ein. Das ist keine Rechtsberatung und keine Anbieter- oder Bankenempfehlung.

Quellen